50 jahre elysee Vertrag

Dennoch billigte der Bundestag den Vertrag am 16. Mai 1963 mit großer Mehrheit. Sie wurde jedoch um eine Präambel erweitert, die als klare Kritik an de Gaulles Politik angesehen wurde. Darin wurde festgelegt, dass Verträge mit anderen Ländern durch den Elysee-Vertrag nicht berührt werden, so dass Deutschland Partnerschaften mit den USA und der NATO unterhalten kann. Der Elysee-Vertrag wurde an einem kalten Wintertag in Paris in der offiziellen Residenz des französischen Präsidenten, dem Elysee-Palast, unterzeichnet. Achtzehn Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs verpflichteten sich die beiden Nachbarländer, alle wichtigen politischen Fragen zu erörtern, einschließlich derer, die sich auf die Außenpolitik, die Verteidigung, die Bildung, die Jugend und die Kultur beziehen. Am 22. Januar 1963 besiegelten Deutschland und Frankreich ihre Freundschaft mit dem Elysee-Vertrag. Die Beziehung hat viele Höhen und Tiefen erlebt, aber in den letzten 50 Jahren ist sie zum Motor der Europäischen Union geworden.

Achtzehn Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war der Elysée-Vertrag ein Dokument der Aussöhnung zwischen den beiden Staaten und stellte ihre bilaterale Zusammenarbeit auf eine neue Grundlage. Im Jahr vor seiner Unterzeichnung hatte der französische Präsident die Herzen der Deutschen auf seiner Reise in ihr Land in einer überraschenden und bewegenden Rede, die auf Deutsch gesprochen wurde, an das deutsche Volk gewonnen: “Wenn ich sie alle um mich versammelt sehe, wenn ich Ihre Berufe höre, fühle ich mich noch stärker als vor der Wertschätzung und dem Vertrauen, das ich für Ihre große Nation habe – ja , für das große deutsche Volk. Es lebe Bonn, es lebe Deutschland, es lebe die deutsch-französische Freundschaft!” Als der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer und der französische Präsident Charles de Gaulle am 22. Januar 1963 im Elysée-Palast das “Französisch-Deutsche Abkommen” unterzeichneten, besiegelten sie das Ende von mehr als zweihundert Jahren “traditioneller Feindschaft”. Heute ist das Bündnis zwischen Berlin und Paris eine treibende Kraft der europäischen Integration – auch wenn sich die Parteien nicht immer über die richtige Richtung einig sind. Die Außenminister Joschka Fischer und Michel Barnier unterzeichnen am 28. April 2005 in Paris den neuen Vertrag für das Deutsch-Französische Jugendamt, der eine Strukturreform vorsieht. Zu den Reformen gehört ein Generalsekretariat mit zwei Generalsekretären gleichen Ranges, einem Franzosen und einem Deutschen.

Die Außenminister Dr. Gerhard Schröder und Maurice Couve de Murville unterzeichnen den Vertrag zur Gründung der FGYO im Beisein von Bundeskanzler Dr. Konrad Adenauer und Präsident Charles De Gaulle. Die FGYO hat die Aufgabe, die Bindungen zwischen den beiden Ländern zu stärken. Es dient der Jugend Frankreichs und Deutschlands. Im Jahr 2013 feiern Deutsche und Franzosen den 50. Jahrestag des Elysée-Vertrags. Eine Übersicht über über 50 Jahre deutsch-französische Freundschaft.

Der Prozess der politischen Aussöhnung zwischen den beiden Ländern hatte bereits einige Jahre zuvor begonnen. Robert Schuman, Außenminister von 1948 bis 1952, und de Gaulle, 1958 zum Präsidenten gewählt, gehörten zu den treibenden Kräften. Nur 18 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs unterzeichneten Deutschland und Frankreich den Elysee-Vertrag. Das eigentliche Dokument, das als Meilenstein der Versöhnung angesehen wird, ist überraschend kurz. Also, was enthält es eigentlich? Aber es bleibt in den Angelegenheiten der Europäischen Union so, dass Frau Merkels Worte mehr Gewicht haben als die eines anderen Führers – und das nicht nur wegen der demografischen und wirtschaftlichen Macht Deutschlands.

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